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Review: Aragami - Shadow Edition

21.03.2019 - Spiele - Ersin Ö.
Review: Aragami - Shadow Edition

Am 21. Februar 2019 veröffentlichten das Entwicklerstudio Lince Works und der Publisher Merge Games das seit 2016 bekannte Stealth-Spiel Aragami nun auch für die Nintendo Switch. Die Shadow Edition beinhaltet hierbei die ein Jahr später veröffentlichte Erweiterung Nightfall, welches einige Schwachpunkte des Originals aufgriff und verbesserte. Ob sich der Schatten auch auf der Nintendo Switch behaupten kann, verraten wir euch in dieser Review.

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Eine Rettungsmission

In einer dunklen Nacht beschwört ein Mädchen namens Yamiko einen Rachegeist, auch Aragami genannt, um von ihm Hilfe zu erbitten. Nach einer kurzen Traumsequenz erwacht der Spieler als eben dieser auf einem Friedhof inmitten eines Kaiserreich. Mit Hilfe einer Astralprojektion kann Yamiko mit dem Protagonisten kommunizieren und erklärt, dass sie vom Clan der Kaiho, einer Armee mit Waffen des Lichts, gefangen worden ist und dass diese das Land gestohlen und alles zerstört haben.

Nun liegt es am Spieler, Yamiko Innerhalb der 13 verfügbaren Kapitel zu retten und dabei die Kaiho unter Zuhilfenahme seiner Schattenkräfte zu beseitigen oder aber zu umgehen. Die Geschichte mag zunächst flach und belanglos wirken, kann aber im Verlauf des Spiels durchaus interessante und emotionale Momente bieten, wobei ebenso die Vergangenheit des Aragami innerhalb von hübsch animierten Rückblenden näher beleuchtet wird. Etwas schade ist hingegen die fehlende Sprachausgabe, die den sonst nur murmelnden Charakteren mehr Tiefe gegeben hätte. Interessant und unterhaltsam ist außerdem der kooperative Online-Mehrspielermodus, in dem man zu zweit durch die Schatten schleichen und gemeinsam die Kaiho erledigen kann.

Der schleichende Tod

Im Kern ist Aragami ein Stealth-Spiel. Der Spieler muss sich also auf dem Weg zum Ziel möglichst leise und bedeckt durch Level-Areale bewegen. Wer eine besondere Herausforderung sucht, kann die Level auch abschließen, ohne einen einzigen Gegner auszuschalten. Anfangs ist unser Aragami jedoch ein Charakter, der in seinen Fähigkeiten sehr limitiert ist und sich lediglich von Schatten zu Schatten teleportieren kann. Das Zielen ist zwar stellenweise ungenau, stellt in den meisten Fällen aber kein Problem dar. Erschwert wird das Durchqueren der Areale durch umher wandernde Wachen der Kaiho. So wie diese hinterrücks per Knopfdruck erledigt werden können, reicht ebenso ein einziger Schwerthieb aus, dass wir gleichermaßen das Zeitliche segnen. Regelmäßige Checkpoints sorgen allerdings dafür, dass man nicht allzu viel wiederholen muss und sich die Frustration in Grenzen hält.

Doch nicht nur die Wachen stellen ein Hindernis dar. Auch Lichtquellen wie Fackeln oder ein Lagerfeuer entziehen dem Aragami wertvolle Energie, die für das Wirken von Fähigkeiten nötig ist. Wenn auch die ersten Stunden etwas eintönig sind, können im Laufe der Kampagne weitere Fähigkeiten durch auffindbare Schriftrollen freigeschaltet werden, die das volle Potential von Aragami entfalten. So kann der Aragami bereits nach kurzer Zeit Schatten auf Boden und Wände beschwören, um sich anschließend unbemerkt zu teleportieren. Alternativ kann er aber auch leblose Körper verschwinden lassen, um unentdeckt zu bleiben oder Wurfdolche nutzen, um Gegner aus der Entfernung auszuschalten. Die freischaltbaren Fähigkeiten sind durchaus abwechslungsreich, wenn auch nicht alle gleichermaßen das Spielgefühl verändern.

Einzigartiges Design

Eine nennenswerte Besonderheit bei Aragami liegt im einfach gehaltenen Design der Oberfläche. Alle nötigen Informationen wie die Abklingzeit von Fähigkeiten und der Grad der Verstohlenheit wurden auf den Umhang verlagert. Anhand der Färbung lässt sich beispielsweise erkennen, ob man für Gegner sichtbar ist. Das verleiht dem Aragami nicht nur mehr Persönlichkeit, sondern ermöglicht auch einen besseren Überblick der Umgebung.

Die Level sind zumeist linear gehalten und sehen sich leider oftmals ähnlich. Nicht nur die Kulisse selbst wirkt auf Dauer eintönig, auch die aufmerksamen Wachen gleichen sich im Aussehen. Nichtsdestotrotz können die Architektur sowie die fantastisch aussehende Cellshading-Optik beeindrucken. Unterstützt wird das Ganze durch kontrastreiche Licht- und Schatteneffekte, welche die düstere Atmosphäre bestärken.

Solide Erweiterung

Die Erweiterung Nightfall greift genau die Punkte auf, die im Original kritisiert worden sind. Auch wenn nur 4 neue Kapitel hinzugefügt wurden, können die Level mit weitläufigen Arealen und vielfältiger Optik punkten. So finden wir uns nicht nur in verfallenen Städten, sondern auch in verschneiten Tälern wieder.

Für noch mehr Abwechslung sorgen außerdem neue Schattentechniken, die von den ebenfalls neuen Protagonisten eingesetzt werden können. Denn in Nightfall spielen wir die Vorgeschichte zu Aragami, die von den Ereignissen erzählt, die zur Erweckung unseres bekannten Rachegeistes führten. Insgesamt fällt die Erweiterung zwar kurz aus, führt aber interessante Elemente ein, die das bekannte Spielkonzept aufbrechen und um wichtige Aspekte ergänzt.

Fazit

In Aragami: Shadow Edition bekommen wir nun auch unterwegs die Gelegenheit, als Rachegeist unser Unwesen zu treiben. Lässt man die etwas flache Geschichte und das lineare Leveldesign außer Acht, erhält man ein wirklich interessantes Stealth-Spiel mit abwechslungsreichen Fähigkeiten und einer fantastischen Optik. Da die gelungene Erweiterung Nightfall in der Shadow Edition bereits mitgeliefert wird, erhalten Nintendo Switch Spieler einen durchaus erfreulichen Gesamtumfang, um viele Stunden in den Schatten zu verbringen.

Wertung: 7/10
Aragami - Shadow Edition
Publisher:
Merge Games
Kategorien:
Action, Adventure, Platformer
Spieler:
1-2
Veröffentlichungsdatum:
Download 21.02.2019
Modul 22.02.2019
Sprachen:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch, Spanisch
Alterseinstufung:
USK ab 16 Jahren

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