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Review: Superliminal

17.09.2020 - Spiele - Ersin Ö.
Review: Superliminal

Am 7. Juli 2020 erschien der außergewöhnliche Puzzle-Plattformer namens Superliminal von Pillow Castle Games auf der Nintendo Switch. Ob das Spiel mit seinem einzigartigen Gameplay an Klassiker wie Portal heranreicht, verraten wir euch in dieser Review.

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Eine Traum-Therapie

Als ein Patient des Pierce Instituts nimmt der Spieler an einer neuartigen Schlaftherapie – der sogenannten „Somnasculpta“-Therapie - teil. Während unser Unterbewusstsein in der Therapie durchleuchtet wird, werden uns unterschiedliche Arten von Rätseln vorgestellt, die es zu lösen gilt. Die Frage nach dem Wieso wird dabei in diversen Sprachnachrichten näher erklärt, welche in regelmäßigen Abständen zu finden sind und die Rahmenhandlung bestimmen.

Nach einer kurzen Einführung werden wir von einem Raum in den nächsten geschickt. Was zunächst stark an Portal erinnert, entpuppt sich bereits kurze Zeit später als interessante Eigenidee. Schon nach wenigen Minuten driftet die Wahrnehmung der Umgebung so stark ins Abstrakte, dass wir uns in einer immer mehr verzerrten „Realität“ vorfinden und uns fragen, ob es überhaupt einen Ausweg aus diesem buchstäblichen Alptraum gibt.

Die Welt aus einem anderen Blickwinkel

Die Grundidee hinter Superliminal liegt darin, dass alles nur eine Frage der Perspektive ist. Alles, was man sieht, kann eine verzerrte Wahrnehmung der Tatsachen sein. So kommt es nicht selten vor, dass sich Gegenstände im Raum als 2D-Graffiti entpuppen. Aber ebenso können diese Graffitis aus dem richtigen Betrachtungswinkel heraus plötzlich zu 3D-Objekten werden, wie beispielsweise einem Würfel. Das hat bei uns dafür gesorgt, dass wir stets hinters Licht geführt wurden und des Öfteren einen „AHA!“-Moment erlebt haben. Leider kam es aber auch vor, dass wir an einigen Stellen im Spiel nicht so recht weiterwussten, sodass wir beispielsweise nach knapp einer Stunde Sucherei letztlich in eine Lösung schauen mussten, an welcher Stelle sich der richtige Blickpunkt befindet.

Richtig interessant wird es dann erst, wenn man mit Objekten interagiert. Da wir uns in einem Traum befinden, können wir das Erscheinungsbild von Dingen manipulieren. Wenn wir zum Beispiel einen Block aufheben, es über unseren Kopf halten und loslassen, sorgt die Perspektive dafür, dass der Block von der Decke fällt und plötzlich doppelt so groß ist. Genau solche Manipulationen sind der Kern zur Lösung der meisten Rätsel. Wir schaffen uns Stufen zu einem Ausgang, entfernen Teile einer Wand oder kreieren komplett neue Räume. Die Möglichkeiten sind zwar begrenzt, bauen aber aufeinander auf und bieten genügend Komplexität, sodass wir uns nie unterfordert gefühlt haben.

Ein kurzweiliger Trip

Mit seinen insgesamt 9 Level fällt Superliminal leider etwas kurz aus. Es ist durchaus möglich, dass man in einer einzigen Sitzung das gesamte Spiel durchspielt. Wir finden das sehr schade, da das Spielprinzip so frisch wirkt und durchaus noch mehr Potential bietet. Die Level selbst sind allesamt mit viel Bedacht gebaut und unterscheiden sich sowohl optisch als auch spielerisch voneinander. Ebenso ist die Musik hervorragend eingebunden, die immer dezent im Hintergrund die ruhige Atmosphäre unterstützt. Insgesamt ist die Performance auf der Nintendo Switch gut. Es gibt lediglich ein paar sporadische Ruckler, wenn sich viele Objekte im Raum befinden und bewegen.

Fazit und Wertung

Superliminal bringt frischen Wind in das Genre der Puzzle-Plattformer. Mit seinen eigenen und neuartigen Ideen sorgt es dafür, dass wir uns mehr Inhalte für die Zukunft wünschen. Wer sich an der kurzen Spieldauer nicht stört, bekommt hier ein exzellentes und unerwartetes Erlebnis präsentiert.

Wertung: 8/10
Superliminal
Publisher:
Pillow Castle
Kategorien:
Adventure, First-Person-Shooter, Puzzle
Spieler:
1
Veröffentlichungsdatum:
Download 07.07.2020
Sprachen:
Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch
Alterseinstufung:
USK ab 6 Jahren

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